Pflegepersonal

In Rumänien und Ungarn wird die Ausbildung der Pflegeberufe an Universitäten gelehrt. Jedoch zählt Rumänien zu den 5 in Europa existierenden Ländern außer Deutschland, Österreich, den Niederlande und Luxemburg in denen eine dreijährige praxisnahe Ausbildung im Pflegeberuf gelehrt wird. In allen übrigen Ländern wird das Wissen nur noch über eine Hochschulstruktur gelehrt.

Die Pflegefachkräfte absolvieren ihre Ausbildung an einer der deutschen Berufsfachschule vergleichbaren Schulform. Die Ausbildung zur Pflegefachkraft besteht dabei zu jeweils 50% praktischer und theoretischer Ausbildungsanteile. Dies entspricht den EU-Vorgaben für "Gesundheits- und Krankenpfleger" nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen.


In Rumänien wird weit über den Bedarf ausgebildet, jedoch machen sich bei einem Einsatz in der Altenpflege, fehlende Inhalte bei Alterserkrankungen, vor allem mit dementen Patienten bemerkbar. Hier gilt, bei der Konzeption der Einarbeitung und deren Umsetzung in Deutschland, die größte Sorgfalt darauf zu legen.

Die bereits durch die AVI GmbH vermittelten, zahlreichen rumänischen und ungarischen Pflegefachkräfte sind qualifiziert, motiviert, fleißig und bei unseren Kunden äußerst beliebt. Unsere Kunden schätzen die Einsatzbereitschaft, die Vorbildung und die Freundlichkeit der rumänischen und ungarischen Pflegefachkräfte und schwärmen von der Herzlichkeit und dem Respekt mit dem sie behandelt werden.

Die ausländischen Pflegefachkräfte, die sich dazu entscheiden, ihre Heimat und Familie zu verlassen und Ihre Zukunft nach Deutschland zu verlegen, haben oft wenig zu verlieren, können aber alles dazu gewinnen. Diese Perspektive führt zu einer hohen Lern- und Anpassungsbereitschaft sowie zu einer großen Ausdauer.

Während des berufsbegleitenden Deutschkurses, an denen unsere vermittelten Pflegefachkräfte teilnehmen, erzielen die ausländischen Fachkräfte durch Ihre Motivation die höchsten Erfolgsquoten und entwickeln ein klares und verständliches Deutsch. Durch die Ähnlichkeit der deutschen Sprache mit der rumänischen, in der Phonetik und Artikulation, ist es eine günstige Ausgangslage in Hinblick auf das Erlernen. In dieser Zeit der sprachlichen Ausbildung bis zum anerkennungsnotwendigen B2, arbeiten die Pflegefachkräfte als Pflegehilfskräfte. Damit erlangen sie in dieser Zeit auch das fachliche Wissen und das praktische Know-How, um nach der Anerkennung als vollwertige Fachkraft eingesetzt zu werden.

Der Migrationsdruck in Ländern wie Spanien, Griechenland oder Italien ist eher konjunkturell bedingt und daher voraussichtlich und hoffentlich von begrenzter Dauer. Dies spricht für eine hohe Rückkehrquote zum Zeitpunkt einer wirtschaftlichen Konsolidierung dieser Länder.

In Rumänien und Ungarn hingegen, ist der Druck politisch-strukturell bedingt und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch weiterhin auf hohem Niveau bestehen bleiben oder sich sogar noch verschärfen. Ein Ende von Korruption, Löhnen unterhalb der Armutsgrenze und politischer wie wirtschaftlicher Stagnation ist leider nicht abzusehen. Die Menschen, denen wir in den beiden Ländern begegnen, sehen in Deutschland eine langfristige Perspektive für Familie, Beruf sowie eine sichere Zukunft.